Die ersten Schritte auf dem richtigen Weg …

Sara

Sara

Hat es ein Galgo mal mittels Flugpaten nach Österreich geschafft, kommt er, wenn er noch keine fixe Familie hat, zu einer Pflegestelle. Dort darf er ankommen, sich fallen lassen, sich spüren, alles kennenlernen und zum ersten Mal richtiges Vertrauen zum Menschen aufbauen. Pflegefamilie für einen Hund aus dem Tierschutz ist eine große Verantwortung, die wirklich meine Hochachtung verdient. Keiner von uns kann sagen, wie der Hund hier wirklich ist, welche Ängste er hat, wie er auf andere Hunde und Katzen reagiert, ob er Trubel oder Stille mag. Pflegeeltern haben einen Galgo solange bis er den passenden Platz gefunden hat. Wir kümmern uns um die Vermittlung und du um ein geduldiges, vertautes zu Hause. Wenn du viel Zeit hast und Erfahrung mit Hunden aus dem Tierschutz, dann melde dich per Mail.


Erfahrungsberichte unserer Pflegestellen …

Familie Freitag:
So, nachdem unser erster Pflegling sein neues Zuhause sozusagen fest in der Tasche hat bilanzieren wir mal:
Nachdem wir von Babsi und Sabine gefragt wurden ob wir uns vorstellen könnten einen Pflegehund aufzunehmen war mal, ganz ehrlich, große Skepsis angesagt. Ein Galgo der sehr wahrscheinlich ohnehin schon einiges miterleben mußte ist ja keine Nachttischlampe die wir uns holen und bei Nichtgefallen einfach wieder entsorgen können (bzw. wollen). Wir dachten sehr wohl einige Tage darüber nach – denn, eines ist klar … ein Pflegehund ist ein Überraschungspaket. Im Prinzip weiß niemand ob der Hund Wohnräume kennt bzw. stubenrein ist, wie er auf verschiedene Geräusche reagiert und vielleicht panisch wird, wie er darauf reagiert wenn man ihn alleine läßt (einkaufen etc.), ob man ihn in die Arbeit mitnehmen kann und wenn man Kinder hat, so wie wir, wie er sich mit ihnen tut.
Also es geht um ganz einfache Dinge die für uns der ganz normale Alltag sind … für einen Galgo von einem Jäger oder aus einer Perrera jedoch fremd.
Wir haben uns dennoch dazu entschlossen uns darauf einzulassen … und das war die richtige Entscheidung. Am Husky Hof bei Oli und Andrea angekommen ist Lord meinem Gatten Martin ständig nachgelaufen als ob er gewußt hätte daß wir ihn mitnehmen. Er hat die lange Autofahrt zu uns nachhause brav gemeistert und hat nach einem nicht ganz freiwilligen Bad in unserem Badeteich gleich mal unsere Badewanne kennen gelernt.
Lord hat sich als ganz toller Schmuser herausgestellt der uns breits nach wenigen Tagen abgeschleckt hat wenn wir z.B. unseren Marlon gestreichelt haben um auch geknutscht zu werden.
Ein bzw. zwei kleine Hoppalas sind zwar auch passiert aber wenn man dann in diese treuen, zufriedenen und dankbaren Augen blickt ist das vergessen.
Wir hatten zwar sicher auch Glück mit ihm, den er war weder stark traumatisiert noch hatte er Probleme mit unserem Alltag doch auch wenn er nicht so pflegeleicht gewesen wäre hätten weder Martin noch ich es übers Herz gebracht diesen süßen Schnuffel auf eine andere Pflegestelle abzuschieben.
Wir sind sehr froh diese Erfahrung gemacht zu haben und haben erstmals auch selber einen Einblick davon bekommen was Pflegestellen leisten.
Alles in allem bleibt zu sagen: man muß sich eben darüber im Klaren sein was mit einem Pflegehund auf einen zukommen kann, allerdings ist es ein zumindest für mich beinah unschlagbares Gefühl gewesen zumindest einem von diesen wunderbaren Geschöpfen zu zeigen daß das Leben auch schön und ohne Qualen sein kann.
PS.: Wir haben unseren Marlon jetzt etwas über ein halbes Jahr und holen diese Woche unseren zweiten Galgo nachhause – einmal Galgo – immer Galgo!


HannaH Turczyn:
Ich bin seit kurzem Pflegestelle für GiN Österreich und darf euch kurz erklären, wie das bei uns funktioniert. Ich habe 4 eigene Hunde und möchte derzeit das Rudel auch nicht auf Dauer erweitern. Wir haben aber immer wieder Freunde und Bekannte mit Hunden und Katzen bei uns und auch Urlaubs- und Krankenvertretung machen wir gerne. Unsere eigenen Hunde sind es schon gewohnt, dass in unserer Familie ein tierisches Kommen und Gehen ist – und sie genießen jeden Besuch.
Wenn ein neuer Hund kommt, empfiehlt es sich, erst eine Gassirunde außerhalb des eigenen Gartens zu gehen, wo sich die Tiere auf neutralem Boden kennenlernen können, um dann mit dem Neuling gemeinsam nach Hause zu gehen. Der Neue orientiert sich von Anfang an an meinem Rudel und folgt dann der Gruppe mit ins Haus. Der Pflegling ist meist noch unsicher, wie er sich in der neuen Umgebung verhalten soll und orientiert sich daher am Verhalten der anderen. Ich lasse auch die Katzen von Beginn an frei im Haus herumrennen, natürlich Anfangs mit Adleraugen bewacht, und es ist bei meinen bisherigen Pfleglingen und Besucherhunden noch nie ein Problem aufgetreten. Ich muss aber auch dazu sagen, dass auf die Katzen von unseren Hunden gut aufgepasst wird. Die merken sofort, wenn der Neuling übergebührliches Interesse an den Katzen zeigt, stellen sich dazwischen und „erklären“ dem Hund, wie man mit unseren Katzen umzugehen hat. Es ist immer wieder faszinierend, diese für uns kaum merkbare, für den Hund aber deutliche und nachhaltige Erziehung zu beobachten. Auch zeigen wir dem Pflegling zuerst seinen „sicheren“ Platz, wo er sich zurückziehen kann, wenns ihm zu bunt wird. Meist ist das die von allen geliebte Couch, wo ich dann am vordersten Rand noch Platz finde. Plätze werden von unseren Hunden nicht als Eigenbesitz verteidigt, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Durch das Davorsitzen von uns fühlt sich der Neuankömmling von mir beschützt.
Der neue Hund wird anfangs in Ruhe gelassen, bis er sich an die Geräusche und Geschehnisse im Haus gewöhnen kann. Den Rest der Ersterziehung übernehmen dann meine Tiere. Die Katzen verhalten sich gleich wie immer, die Hunde verhalten sich gleich wie immer, die Menschen verhalten sich gleich wie immer – somit verhält sich auch der Neuling so, wie es bei uns üblich ist. Auch das Procedere beim Fressen muss der Neuling übernehmen. Will der Neue an das Schüsselchen eines unserer Hunde, wird er sofort zurechtgewiesen. Auch beim Verteilen von Kauknochen etc. hatte ich noch nie Probleme, es ist bei uns üblich, dass ein liegengelassener Knochen von einem anderen Hund entführt werden darf. Nach einiger Zeit beginnen dann die Übungen und Tests, zB ich nehme dem Hund den Knochen weg, den der – wenn er ihn mir überlassen hat – alsbald wieder bekommt. Bei ängstlicheren Hunden gehe ich oft an ihnen vorbei, ohne sie zu beachten, auch das Staubsaugertraining kommt erst später. Auch Besucher, die den Neuen bestaunen möchten, müssen sich einige Tage gedulden. Es sind viele Alltagskleinigkeiten, die für einen Pflegling neu sind, die er hier in Ruhe beobachten und lernen kann.
Ich persönlich handhabe es so, dass der Pflegling voll in unsere Familie integriert wird, d.h. die gleichen Rechte wie meine eigenen Tiere hat. Auch habe ich keine Scheu davor, mein Herz zu verschenken – bei unserer Organisation weiß ich, dass die Tiere einen maßgeschneiderten Platz erhalten und mir auch Mitspracherecht bei der Auswahl der zukünftigen Familie gegeben wird, da ich das Tier ja am besten kenne. Ich möchte noch erwähnen, dass die Hilfe der Organisation in Verhaltens- und Gesundheitsfragen überdimensional toll ist – sie sind jederzeit erreichbar und leisten aktiv Hilfe, wenn etwas gebaucht wird.

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